Bereits ein- bis dreijährige bringen immer öfter zu viele Kilos auf die Waage. Das macht einen sehr frühen Typ 2 – Diabetes wahrscheinlich, weshalb Gesundheitsorganisationen dringenden Handlungsbedarf sehen. Mehr und mehr Kinder und auch Jugendliche essen einfach zu viel, zu fett, zu süß, bewegen sich weniger, und werden somit übergewichtig. Die Diabetes – Welle kommt dadurch einfach schneller und stärker ins Rollen. Die Folge kann dann Typ 2 – Diabetes – früher aber auch unter Altersdiabetes bekannt – weit vor dem eigentlichen Alter sein.
Während es sich beim Typ 1 um eine Autoimmunerkrankung handelt, ist der Typ 2 neben einer gewissen genetischen Disposition vor allem die Lebensführung, die zur Insulinverpuffung im Körper führt und krank macht. Das ist bekannt, doch wohl noch nie wurde bereits in jungen Jahren derart Raubbau mit der Gesundheit betrieben wie heutzutage.
Dabei hört sich alles so harmlos an. Aber leider ist es das überhaupt nicht. Nach Angaben einer Studie erkrankt zurzeit in Deutschland wirklich eines von 600 Kindern an Typ 2 der Diabetes. Tendenz allerdings stark steigend. So oder so ist das ein Kind zu viel – denn abgesehen von dem Schicksal bereits früher an einer schweren Stoffwechselstörung zu leiden, gab es bis vor einigen Jahren praktisch keine Fälle im Kindesalter.
Ursache dieser Entwicklung ist in erster Linie Übergewicht bereits im frühesten Kindsalter. Weltweit gibt es bereits übergewichtige Kinder unter 5 Jahren, sehr erschreckend. Die Diagnose Diabetes Typ 2 ist für die Kinder ein sehr schwerer Einschnitt. Schließlich ist dieses Erkrankung bereits für Erwachsene sehr schwer. Und wie soll damit ein Kind umgehen, ein Kind was es noch gar nicht richtig begreifen kann?
Viele der kleinen Patienten reagieren deshalb erst einmal mit Ablehnung und wehren sich gegen die Erkrankung. Steht die Diagnose fest, sollte deshalb unbedingt der Weg auf Kinder spezialisierte Diabetesberatung und –therapie eingeschlagen werden (wie z.B. Sport bei Diabetes). Der betroffene Nachwuchs muss möglichst schnell lernen, dass und warum auch er regelmäßig seinen Blutzuckerspiegel messen sollte.
Der ständige Check-up zeigt, wie der Körper auf bestimmte Einflüsse reagiert und wie Sport und anstrengende Bewegung messbar den Blutzucker senken. Aber auch Diabetes Typ 1 legt zu. Auch diese Insulinunfähigkeit tritt immer häufiger jetzt auf. Warum genau ist leider noch nicht geklärt. Jedes Jahr, so ist es bewiesen, steigt die Zahl an dieser genetisch bedingten Diabetesform erkrankten Vorschulkinder um fünf Prozent, und bei älteren Kindern um drei Prozent. Kinder sollten unbedingt auf ihr Gewicht achten.
Sollte Diabetes festgestellt werden sollte demnach auch ein Diabetologe zu Rate gezogen werden. Denn wer schlecht sieht, geht zum Augenarzt. Wer Zahnschmerzen hat halt zum Zahnarzt. Nicht jeder Diabeter allerdings geht zu einem Facharzt, dem Diabetologen. Allerdings kann gerade dieser Diabetologe mit dem Patienten oder auch mit dem betroffenen Kind zusammen die erforderliche Therapie zusammenstellen und alle eventuell nötigen Behandlungen wie etwa eine Insulintherapie bestmöglich durchführen.